Glaskunst für den Hausgebrauch

Gudhjem Glasroegeri

Glas in Arbeit: Gudhjem Glasroegeri

Pernille Bastrup kam bereits auf Kindesbeinen mit der Bornholmer Glaskunst in Kontakt. Ihre Mutter arbeitete in der Glashütte Gudhjem bei Mogens Dam, der das Glas nach Bornholm gebracht hatte – zunächst mit der Glashütte Snogebæk 1977, später mit der Gudhjem Glasrøgeri. 1988 pachtete Pernille Bastrup die Glashütte, 1993 übernahm sie das Unternehmen vollständig. Teure Glaskunst für Gutbetuchte ist nicht ihr Anspruch.

Glaskünstler bei heißer Arbeit: Das Rot an der Öffung ist keine Farbe, es ist noch glühendes Glas.

Glaskünstler bei heißer Arbeit: Das Rot an der Öffung ist keine Farbe, es ist noch glühendes Glas.

„Ich mache Gebrauchsgegenstände und möchte, dass Leute unsere Produkte in die Hand nehmen und sie gebrauchen, statt sie als Staubsammler ins Regal zu stellen“, sagt sie. Das Sortiment ist dementsprechend umfangreich: Kerzenleuchter und Karaffen, Vasen, Trinkgläser, Teelichtleuchten, Öllampen und sogar Weihnachtsengel – viele Klassiker und einige neue Ideen, die Pernille Bastrup ‚sich ausdenkt’, während sie schläft. „Ich zeichne nie, sondern gehe an die Werkbank und probiere es aus. Am liebsten gestalte ich in der Praxis.“

Else Leth-Nissen ist die Einsiedlerin unter den Bornholmer Glaskünstlern. Ihr Glasstudio umgibt ein großer Garten am Rande des Almindingen, des ausgedehnten Waldes im Inselinnern. So gerne die Künstlerin auch ihre Besucher in ihrem Verkaufsraum „Den Blå Hytte“ empfängt – ihre Werkstatt ist „Sperrgebiet“. In höchster Konzentration arbeitet sie dort allein, baut die Glasplatten als Grundmaterial für ihre Schüsseln und Schalen auf, oder gestaltet ihr Glas in der schwierigen, zeitaufwendigen Graltechnik, bei der in mehreren Etappen geformt, geschmolzen und geblasen wird – und das mit zwei Pfeifen gleichzeitig.

Und hier kommen Sie zum letzten Kapitel unserer Serie über die Glaskunst auf Bronmholm in Kunsthandwerk in Bewegung