Ärger auf Bornholm wegen geplantem Verkehrsvertrag

Es gibt Ärger auf Dänemarks beliebter Urlaubsinsel Bornholm. Hintergrund: Das Verkehrsministerium in Kopenhagen hatte Ende 2014 einen neuen Verkehrsvertrag für Bornholm verabschiedet, welcher starke Einschnitte im Verkehr von und nach Bornholm vorsieht.

Auch die finanziellen Zuschüsse der dänischen Regierung werden geringer ausfallen. Eine Ersatzfähre nach Bornholm wird daher in Zukunft nicht mehr fahren können, zudem werden sämtliche Intercity-Verbindungen von Kopenhagen nach Bornholm über die südschwedische Stadt Ystad ersatzlos gestrichen.

Damit die Fährpreise um immerhin 10% gesenkt werden können, zahlt die Regierung einen Zuschuss von 17 Millionen Kronen. Nur noch die Fähre „Hammerodde“ wird in Zukunft zum Einsatz kommen, aber auch nur dann, wenn sie gerade zur Verfügung steht. Die Reederei steht aber gesetzlich in der Pflicht, bei Ausfall des Katamarans die Strecke Rønne – Ystad zu fahren.

Strecke angeblich nicht mehr wirtschaftlich rentabel

Eine weitere Hiobsbotschaft gibt es auch für deutsche Bornholm-Reisende, denn schon machen erste Gerüchte die Runde, wonach auch die Strecke von Bornholm nach Sassnitz ab dem Jahr 2017 nicht mehr wirtschaftlich rentabel ist und eingestellt werden könnte.

Für die zuständige Reederei „Faergen“ würde der neue Vertrag der dänischen Regierung alleine auf der Route nach Sassnitz einen Umsatzeinbruch von mehr als 40% bedeuten. Unter lokalen Politikern und in der Touristikbranche auf Bornholm regt sich aufgrund des zu befürchtenden wirtschaftlichen Desasters erster Widerstand gegen den neuen Vertrag.

Man entwickelt gerade erste Ideen, um die Regierung in Kopenhagen zu überzeugen, den Vertrag noch einmal zu überarbeiten.  Zu diesem Zweck möchte man beispielsweise den Passus der Reservefähre ändern. Eine neue Fähre könne selbst die Linie nach Køge und Sassnitz bedienen, so die Kritiker des Vertrages, denn eine neue Fähre sei ohnehin in Planung gewesen und auch durchaus wirtschaftlich. Zeit zur Diskussion bleibt den Beteiligten noch, denn der aktuelle Verkehrsvertrag läuft erst Ende 2016 aus.

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