Klares ›Ja‹ zur Deutschland-Route: Mols-Linien will Direktroute Rønne-Sassnitz stärken!

Als Nachfolger für M/S Hammerodde bestellt: Neue RoPax-Fähre von Mols-Linien Foto: © Rauma Marine Constructions

Für Bornholm-Verkehr: Die neue RoPax-Fähre von Mols-Linien wird in Finnland gebaut
Foto: © Rauma Marine Constructions

Die Reederei Mols-Linien, die ab 1. September 2018 den Fährverkehr von und nach Bornholm übernimmt, hat sich deutlich für eine Stärkung des Fährverkehrs auf der Direktroute von und nach Deutschland ausgesprochen. Gegenüber der Bornholmer Lokalzeitung Bornholms Tidende äußerte sich Mols-Liniens CEO Carsten Jensen, dass die Passagierkapazität der neuen RoPax-Fähre, die Mols-Linien in Finnland bauen lässt, um 50 % auf 600 Reisende erhöht werden soll. Der Neubau soll ab September 2018 auf der Route von und nach Deutschland die meisten Überfahrten durchführen. Unter der Regie von BornholmerFærgen, die bis Ende August 2018 die Route betreibt, kommt dort derzeit bei den meisten Abfahrten die RoPax-Fähre M/S Hammerodde mit einer Kapazität von maximal 400 Passagieren zum Einsatz, an Spitzentagen von der M/F Povl Anker mit Platz für ca. 1500 Passagiere unterstützt.

M/S Hammerodde

Viel Platz für PKW, Wohnmobile und Gespanne, aber wenig für Passagier: M/S Hammerodde

RoPax Fähren wie die Hammerodde könnten auf hauptsächlich touristischen Routen wie zwischen Deutschland und Bornholm deutlich mehr PKW oder Wohnmobile mitnehmen, wären sie nicht durch die maximal zulässige Zahl der Passagiere eingeschränkt. Die anders konzipierte Povl Anker hat indes viel Platz für Menschen aber vergleichsweise wenige Fahrzeuge.

Laut Bornholms Tidende will Mols-Linien auch die Frequenz erhöhen und von Ostern bis zu den Herbstferien die Direktroute täglich bedienen. BornholmerFærgen fährt bisher nur im Juli und August täglich sowie in Vor- und Nachsaison 2-3 x wöchentlich. Wie BornholmerFærgen will auch Mols-Linien an Spitzentagen die Povl Anker zur Verstärkung nutzen. Die Reedereien sind aufgrund staatlicher Auflagen verpflichtet, ein Schiff dieser Größenordnung als Reservefähre für die Routen Bornholm – Ystad und Bornholm – Køge vorzuhalten, können es aber auf Bornholm – Sassnitz einsetzen, wenn es nicht akut für die beiden zur Inselversorgung lebensnotwendigen Routen benötig wird. Mols-Linien hat für diesen Zweck die populäre Povl Anker bereits von BornholmerFærgen gekauft, aber bis zur Übernahme der Dienste 2018 an den alten Besitzer zurück verchartert. Das 1978 gebaute Schiff soll in naher Zukunft grundlegend renoviert und bei der Motorleistung verstärkt werden.

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© Hans Klüche Sept. 2016