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Thema: Auswandern nach Bornholm?

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Äpfelchen
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Auswandern nach Bornholm?

Beitragvon Äpfelchen » 06.08.2012, 13:00

Hallo und guten Tag.
Könntet ihr euch vorstellen nach Bornholm auszuwandern? Und wohin würdet ihr ziehen (wollen)?
Ich besuche diese Insel ja schon seit vielen Jahren. Schon immer träumte ich davon dort einmal leben zu können.
Jetzt ist mein Mann tot, meine Kinder sind in ca. 4 Jahren alle aus dem Haus.
Manchmal träume ich dann so vor mich hin. Was wäre wenn.... Ja, wenn ich mich trauen würde.
Finanziell würde ich das wohl hinkriegen, wäre also auf keinen Job angewiesen. (Wenn sich etwas finden würde nach einer Weile, umso besser.)
Mir ist auch klar, daß Urlaub und "für immer" ein großer Unterschied sind.
Aber manchmal spinne ich halt so vor mich hin. Ich sehne mich so nach Erholung für meine Seele.
Vielleicht mag ja einer etwas dazu schreiben.

Herzlicher Gruß

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Bonavedde
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Auswandern....?

Beitragvon Bonavedde » 07.08.2012, 21:11

Hej, Äpfelchen,
Auswandern oder nicht ?
Alles aufgeben ?
Ist das die Lösung für den Schmerz ?
Was ist in den Monaten November bis Ende März ?
Sinngemäß hat Benny Gensbøl dazu bemerkt, daß das die härtesten Monate auf Bornholm sind. Wer das durchsteht, kann alles bewegen...........aber kommen dann nicht die Erinnerungen mit Wucht und wieder Schmerz ?
Wie ist es dann vielleicht mit einer Mietwohnung von April bis Oktober ? Dazu habe ich keine Erfahrung, würde mich aber auch interessieren, ob so etwas möglich ist.
Und gibt es Freunde-Freundinnen auf Bornholm, die Dir zur Seite stehen können ?
Nicht nur deutsche, vielleicht oder auch besonders Bornholmer-und rinnen ?
So viele Fragen........
Viel Glück ! Held og lykke !!!!
Frei nach Søren Sillehoved =
Die Insel Bornholm ist der Stoff, aus dem man Träume macht. Wer diesen Traum nur einmal erlebt hat, ja,
der ist verloren !

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Bonavedde
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Beitragvon Bonavedde » 07.08.2012, 21:15

Ach so, ich vergaß noch, wo sollte man denn auf Bornholm wohnen wollen.
Für mich als Südbornholmer wäre das klar. Aber wenn man das ganze Jahr auf Bornholm leben wollte, käme für mich nur Rønne in frage.
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Lill
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Beitragvon Lill » 08.08.2012, 01:07

Ich denke auch, dass man seine traumhaften Urlaube nicht mit dem Alltag dort verwechseln darf. Wir wohnen in D auch dort, wo andere Urlaub machen! (O.k. - is kein Vergleich zu Bornholm, aber für diejenigen, die Bornholm nicht kennen, muss es auch paradiesisch sein ... - hier werden auch Gäste geehrt, die schon 10, 20 oder 25 Jahre immer wiederkommen! :) - und das ist auch gut so, die kommen schonmal nicht nach Bornholm :wink:
Aber im Alltag verliert auch die schönste Umgebung etwas von ihrem Zauber! Und man darf nicht vergessen: Man nimmt sich selbst mit seinen Problemen überallhin mit!

Sprichst du Dänisch? Kennst du dort schon Leute? Was machst du, wenn die Urlaubszeit zu Ende ist , vieles geschlossen und in den ganzen Urlaubsorten die Bürgersteige hochgeklappt sind ? Vielleicht solltest du dir wirklich mal die Zeit nehmen und Bornholm eine Weile so erleben und erkunden.

Klar, manchmal träume ich auch davon... (Darf ich gewisse Leute hier im Forum mal wieder an unser deutsches Altersheim auf Bornholm erinnern ?! ) und einige Deutsche haben ihren Traum auch wahr gemacht.... , warum also nicht?
Biete mir an Bali, die Bahamas, Borkum oder Bornholm - ich würde immer Bornholm nehmen!

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Bonavedde
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Beitragvon Bonavedde » 08.08.2012, 16:41

Genau, das ist es überhaupt =

....betreutes wohnen im mehr-generationen-haus....

und nicht nur deutsche, sondern auch skandinavier sind willkommen...


ich werde mir im september erst mal einen Privatvermieter suchen, zumindest für Urlaube.....
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Äpfelchen
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Danke für Eure Antworten

Beitragvon Äpfelchen » 09.08.2012, 12:35

Ich wollte noch eine Anregung aufgreifen. Wie lange kann man eigentlich auf Bornholm bleiben. Ich meine für wie lange kann ich mir eigentlich ein Ferienhaus etc. mieten. Da gibt es doch bestimmt eine zeitliche Grenze. Nicht zu vergessen der Preis. Ein Ferienhaus für 3 Monate (Bsp.), das ist ganz schön teuer.

Gruß

michaelm
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Auswandern ?

Beitragvon michaelm » 15.08.2012, 12:09

Hallo Äpfelchen,
klar, so manches Mal hat man überlegt, wie es wäre, wenn man das ganze Jahr in Bornholm lebt. Nur kommen dann schnell die abers:

- Die medizinische Versorgung auf der Insel ist schlecht, es gibt kaum Fachärzte, das heißt in 70% der Fälle eine Reise nach Kopenhagen (oder mindestens Schweden). Pro Arztebesuch eine Tagesreise ?
In der Bornholms Tidende war gerade ein Artikel, was das für Patienten bedeutet, die liegend transportiert werden müssen (nach Kopenhagen):
Im Krankenwagen auf dem Fahrzeugdeck während der Überfahrt bleiben, denn die Schnellfähren haben keinen Krankenraum.
In Ystad werden die Kranken in aller Öffentlichkeit in einen Krankenwagen aus Kopenhagen umgeladen, denn der Bornholmer Wagen muß sofort mit der Fähre zurück auf die Insel. Dort gibt es sowenig Rettungswagen, daß man es sich nicht leisten kann, daß ein Wagen 6 Std nacn Kopenhagen h+z unterwegs ist.

- Das kulturelle Angebot auf der Insel ist außerhalb der Hauptsaison sehr schmal.

- Die Insel zu verlassen mit gerade einmal 3 Fährverbindungen/Tag (außer Hochsaison) ist auch nicht gerade leicht und nicht billig, selbst mit Einwohnertarif nicht, die Leistungen der Fährgesellschaft von Jahr zu Jahr schlechter.

Bornholm leidet an fortlaufendem Einwohnerschwund, die Hauspreise werden von Jahr zu Jahr niedriger, wenn man also später ein Haus verkaufen will, macht man Verluste. Mit Arbeitsplätzen ist die Insel begrenzt gesegnet.
Ein Freund von mir, der vor 13 Jahren von Kopenhagen auf die Insel gezogen ist, gibt mir so jährlich seine Stimmung dazu, nicht daß er den Schritt bereut, aber ich glaube nicht, daß er ihn heute noch machen würde.

Und ehrlich gesagt, bezweifle ich, daß ich auf Dauer mit der dänischen Mentalität glücklich werde, mit der der Inselbewohner auch nicht.
Es kann dort ziemlich einsam werden......

michaelm
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Hubschrauber

Beitragvon michaelm » 16.08.2012, 18:20

Hallo Ralf,
ja, aber der Hubi wird wohl nur eingesetzt, wenn´s ohnehin fast zu spät ist.
Und den gibt´s wohl nur vom Sygehus aus.

Ich hab 2007 da so meine Erfahrungen gemacht. Während die deutsche Ärztin nach telefonischer Schilderung der Symptome zu sofortiger Fahrt zur nächsten neurologischen Ambulanz riet (Verdacht auf Guillian-Barré Syndrom), war die ansonsten sehr nette dänische Ärztin im Lægehus in Aakirkeby stur: Nix Rücktransport. Erst nach Rønne ins Krankenhaus, wo´s allerdings keinen Neurologen gibt. Von dort Überweisung nach Kopenhagen, dann sehen wir weiter. Wenn der Patient dann noch lebt....

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hei.de
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Beitragvon hei.de » 17.08.2012, 18:34

Super, hat Spaß gemacht eure Beiträge zu lesen.
Ich bin da ganz der Meinung von michealm. Wie ihr inzwischen sicher wisst, fahren wir seit fast 40 Jahren nach Bornholm und nach DK (oft 2mal im Jahr).

Meine Tochter hat in Kopenhagen ihr PJ gemacht. Ich habe also meine Lieblingsstadt inzwischen zu allen Jahreszeiten kennengelernt und auch "das flache Land", und es ist nicht immer nur schön was man sieht und erlebt. Die vielzitierte rosarote Brille habe ich abgenommen.
Ich hätte mir früher - bis vor ca. 10 Jahren - gut vorstellen können, mein/unser Rentnerdasein in DK zu verbringen, allerdings bestimmt nicht auf Bornholm (Gründe sind schon genug genannt worden), eher auf Seeland, nördlich von Kopenhagen in Richtung Hornbæck.

Inzwischen ist es so, dass ich mich nach drei Wochen Bornholm auch wieder auf Zuhause, auf Deutschland freue (Gründe erspare ich euch und mir). Gern machen wir auch mal einen Urlaub an der deutschen Nord- oder Ostseeküste, was früher für uns unvorstellbar gewesen wäre. Es ging nur DK oder nix.

Viele negative Erfahrungen haben wir in all den Jahren gesammelt mit der ärztlichen Versorgung, auch würde ich nicht 365 Tage im Jahr mit der dänischen Mentalität klar kommen. Früher habe ich das anders gesehen. Heute frage ich mich manchmal, ob diese vielgespriesene Lässigkeit nicht eine Gradwanderung ist. Denn oft hat dieses Leichte, Lässige einen Touch von Gleichgültigkeit.
Bevor ihr mich steinigt, rudere ich wieder in die andere Richtung :wink:

Ja, wir - meine Familie und ich - wir lieben dieses Land (Bornholm) und auch die Einwohner mögen wir sehr. Wir wünschen uns, dass wir noch ganz, ganz lange so fit bleiben wie wir sind, um diese lange, anstrengende Reise zu unternehmen und dass wir es uns auch weiterhin leisten können, in DK Urlaub zu machen. Das wäre der totale Luxus. Von einem Leben in DK träumen wir nicht mehr. Wir legen auf die eine Seite der Waage die (vermuteten) Vorteile DK und auf die andere Seite unsere Vorteile in D. Ratet mal, was schwerer wiegt? ....für uns auf jeden Fall.

@ Äpfelchen,
ich will dir nicht den Mut nehmen. Bestimmt ist es möglich ein Ferienhaus von einem privaten Vermieter über Winter (vielleicht 90 Tage am Stück) zu mieten. Probier das doch einfach mal aus, bevor du alle Zelte abbrichtst. Und vor allem: Lerne die Sprache!!!
Ich selbst spreche inzwischen ziemlich gut dänisch und meine Tochter musste es für die Zeit am Rigshospitalet lernen und auch eine Prüfung ablegen. Aber, ihr Dänisch hat für das tägliche Leben längst nicht ausgereicht.
Also m. E. erstmal die Sprache lernen, sonst geht gar nix!

Aber, das wäre doch mal ein Anfang. Ein Intensivkurs Dänisch und dann ab aufs ø. .... vor allem zu einer Zeit ohne Tausende von Touris.

Hilsen, hei.de
Husk at smile før du sover, så går dagens surhed over.
- Piet Hein -

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Kriminalität auf der Insel ?

Beitragvon Bonavedde » 22.08.2012, 20:27

Hej, ralf,

dein bericht hört sich ja richtig schlimm an. das kannte ich bisher berufsbedingt nur von marseille und umgebung. der rest in europa entwendet autos für eine anderweitige nutzung und nicht für spritztouren. Oder handelt es sich um Einzelfälle ?
Wo kann ich das nachlesen ?
Auch das Kennzeichen o f t entwendet werden interessiert mich. Ich komme über Schweden....
Was bedeutet das nun ? Auf alle Fälle werde ich meine persönlichen Papiere, Bank-Karten, Schlüssel etc. nur noch bei mir tragen.
Kann ich dann noch auf einsamen Parkplätzen, z.B. Ølene, das Auto stehenlassen ?
Oder ist das alles ein bischen übertrieben ? Nur vorsichtig sein, wie bei uns auch ?
Schade, die heile welt der 70iger und 80iger scheint dahin........!?
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Kriminalität

Beitragvon Bonavedde » 22.08.2012, 20:46

...............Kommissar Stig Tex Papuga übernehmen Sie..........
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Nicht übertreiben

Beitragvon michaelm » 30.08.2012, 10:19

Ich hab die Meldungen ja auch alle gelesen, aber trotzdem nicht den Eindruck einer markanten Zunahme der Kriminalität auif der Insel.
Oder hat da jemand Zahlen dazu ?

Ich denk, das wird sich auch so schnell nicht ändern, denn der Engpaß ist ja immer noch, wie kommt der Dieb weg von der Insel?

Also Sorge und Angst vor Einbrüchen, Diebstahl oder gar einem aufgebrochenen Auto ist meine geringste Sorge auf Bornholm!

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Kriminalität

Beitragvon Bonavedde » 31.08.2012, 21:12

hej,

danke michaelm, ein wenig beruhigter bin ich doch schon. aber sämtliche wichtigen papiere werde ich dennoch von nun an bei mir tragen.

wenn das auto irgendwo abgestellt wird, ist sowieso nichts bedeutendes an bord.

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