Forum: Bornholmer Geschichten
Thema: Die Einwohnerzahlen schrumpfen weiter

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michaelm
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Die Einwohnerzahlen schrumpfen weiter

Beitragvon michaelm » 19.05.2015, 10:26

Für die langjährigen Insel Fans ist es keine Überraschung sondern an jedem "Til salg" Schild erlebte Realität: Die Einwohnerzahlen werden in den nächsten zehn Jahren weiter schrumpfen.
Laut einer Prognose des dänischen Statistikamts soll die Zahl der Einwohner Bornholms in den nächsten zehn Jahren um 9% fallen.

http://www.nordschleswiger.dk/news.4460 ... dgebieten-

Da die Zahl der Insulaner schon unter die 40.000 Grenze gefallen ist, würde das bis 2025 ein Fallen auf etwa 36.000 Bewohner bedeuten.

Verwunderlich finde ich es nicht, wenn man sieht, wie die dänische Politik sich zu den Inseln verhält, die Reservefähre konnte nur mit Müh und Not gerettet werden, die IC Direkt-Verbindung fällt weiterhin weg und der direkten Nachtfähre von Kopenhagen trauert man weiter nach.
Von der nicht gerade prickelnden ärztlichen Versorgung auf der Insel ganz zu schweigen (Fachärzte).

Kein Wunder das man die Bornholmer und andere Insulaner, denen ein ähnliches Schicksal droht, als "Udkantsdanmark" bezeichnet (=Randdänen).

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SoemarkenTom
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Beitragvon SoemarkenTom » 21.05.2015, 07:38

Ja, so geht es wohl vielen ländlichen Regionen. Vor allem die Jungen und Alten sind es, die einen weil es keine für sie vernünftige Arbeit und Parties gibt, für die anderen keinen vernünftigen Arzt. Sehr schade!

Ich war gestern in Berlin, man war das eine Hektik und ein Chaos.... Stadt ist auch nicht das, was ich mir vorstellen kann....

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Leopold
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Beitragvon Leopold » 29.05.2015, 01:04

ja mit Berlin muss ich dir recht geben. Der ganze Klamauck der hier statt findet lässt viele echte Berliner aus der Stadt rausziehen. Als Berliner hat man ausser Unanämlichkeiten durch ständige Überfüllung eigentlich gar nichts.
Gott sei Dank leben wir ganz am Stadtrand sonst wärs nicht auszuhalten.
Gruß Leopold

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Loriot
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Beitragvon Loriot » 02.06.2015, 22:44

Leopold hat geschrieben:Gott sei Dank leben wir ganz am Stadtrand sonst wärs nicht auszuhalten.


Hallo Leopold,

so geht es mir auch, es ist für mich ein großer Luxus, auf der einen Seite die Großstadt in der Nähe zu haben, auf der anderen Seite aber im Grünen zu leben und mit dem Fahrrad unmittelbar in die Natur radeln zu können.

Aber das ist wohl auch das Problem, warum Bornholm den Nachwuchs verliert. Ein Jugendlicher will die "Welt sehen" und nach seiner Ausbildung in den meisten Fällen wohl auch nicht an Ende des Landes zurückkehren. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber die reichen nicht.

Ob es dafür eine Lösung gibt? Wir hatten uns ja schon unsere Gedanken hier gemacht. Attraktive Arbeitsplätze, eine schnelle, sichere und zuverlässige Anbindung an das Mutterland, Bornholm muss sich auf seine Qualitäten besinnen, den Ausverkauf verhindern, vielleicht auch mit der "Marke Bornholm" Produkte schaffen, die unabhängig vom Tourismus das Überleben sichern.

Für den Tourismus ist eindeutig sanfter Tourismus gefragt und Pflege der Natur. Könnte man vielleicht durch schöne Ferienhäuser (Renovierungsstau...) zu akzeptablen Preisen auch mehr Besucher in der Nachsaison locken? Aber wahrscheinlich sind auch die Anfahtskosten (Direktfähre nur in der Saison, bei halber Beladung absolut unwirtschaftlich, Anreise über Schweden in der Nachsaison mit Brücken fast teurer als die Hausmiete...) das K.O.-Kriterium.

Viele Grüße
Loriot

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