Forum: Bahn, Bus, Fähre, Flug – Reiseweg nach Bornholm
Thema: Neues von "Molbo Line"

Du willst nach Bornholm mit dem eigenen Auto? Du hast aber noch viele Fragen zum Thema "Bornhom mit der Fähre". Oder möchtest Du ohne Auto auf die Insel? Welche Reisewege sind empfehlenswert? Wie kann man sparen? Wo ist oft alles ausgebaucht? Hier ist der Bereich für Deine Fragen und Tipps.
lutz
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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon lutz » 30.07.2019, 23:45


War das hier schon erwähnt worden, sieht man im Inneren schon Renovierungsarbeiten?
Mit einem Hinweisschild an den Türen zum Außendeck wird um Verständnis für die große Renovierung gebeten. Das Schild war dann auch das Einzigste was mich an Bauarbeiten erinnerte. Gesehen habe ich davon noch nichts.
Bei den Liegezeiten im Hafen war auch nichts erkennbar ...

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Loriot
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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon Loriot » 31.07.2019, 15:50

Das Schild war dann auch das Einzigste was mich an Bauarbeiten erinnerte.
Klingt nach einer sehr unauffällig und diskret durchgeführten "großen Renovierung". :D

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Viking76
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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon Viking76 » 31.07.2019, 20:24

vielleicht arbeiten die jungs ja nachts? :lol:
ich bin oft in rönne und jedesmal dümpelt die povl so vor sich hin,aber was will man großes erwarten,wenn sogar noch der Schriftzug' faergen' zu erkennen ist.
die povl ist aber zur Hochsaison im Einsatz,ich denke mal,das die arbeiten zum winter hin beginnen werden. :shock:
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SoemarkenTom
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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon SoemarkenTom » 01.08.2019, 15:43


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Loriot
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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon Loriot » 02.08.2019, 21:19

Lustig wäre es ja, wenn ein kommunaler Betreiber (z.B. von Bornholm) die "Lizenz" mit der Fährgesellschaft zurückkaufen würde. :D Ja, das ist Wunschdenken. Genauso wenn ich träume, dass die hohen Konventionalstrafen für den Murks auf der Bornholmroute Mols das Genick gebrochen hätte. :twisted:
Es wird eher so sein, dass sie sich mit der Misswirtschaft gesund gestoßen haben und nun noch den Trümmerhaufen mit Gewinn an einen neuen Betreiber abstoßen - der es noch schlimmer macht. 8)

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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon SoemarkenTom » 04.08.2019, 11:44

Ja, mal sehen, was passiert...

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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon michaelm » 09.08.2019, 20:44

Also erstmal: Ich bin auf Bornholm angekommen, allerdings via Tom Sawyer, was kein großer Hit war.
Molbo hat dagegen (auf der Hinreise, via Ystad) tadellos funktioniert, pünktliche Abfahrt und Ankunft, korrekter Platz auf der Fähre nahe Fahrstuhl (sitze mittlerweile tw. im Rollstuhl) und gute Sitzplätze, wobei die Express 1 deutlich älter und einfacher als die Katamarane von Færgen ist. Leider achtet Molbo nicht darauf, dass Hundebesitzer nur in den dafür ausgewiesenen Bereichen sitzen, war weniger schön, für Leute ohne Hund.
Imbiss und Kaffee waren ok, aber leider müssen alle in einer einzigen Schlange anstehen, was gut 15 min für 1 Kaffee und 2 Krabbenbrötchen dauerte.
Eins stimmte allerdings bedenklich: Bei Wellen deutlich unter 2m fing die Express 1 kräftig an zu rollen, Kaffee holen wurde zum Abenteuer; auf LC und VC hätte man überhaupt nichts gemerkt. Die Molbo-Kisten sind also deutlich weniger seetauglich.

Als uns am So, 4.8., zwei Gäste via Sassnitz Route verliessen, zeigte Molbo seine andere Seite: Die Povl Anker hatte eine Stunde Verspätung! Info von Molbo = Null, weder am Parkplatz, noch am Terminal, keine SMS und auf der Webseite wurde stoisch behauptet: Wir fahren planmässig..
In Sassnitz waren Bus und Zug schon weg, die hatten wohl auch keine Info bekommen.
Besonders verwunderlich: Die PA war davor gar nicht im Einsatz, sondern sollte in Rønne liegen, woher nur die Verspätung kam ?

Noch härter traf es am Sonntag davor die Ystad-Route: Motorschaden bei der Express 1, den ganzen Tag Verspätungen, am Ende bis zu 3 Std., die Fußgänger mit der Spätfähre sind Ystad gestrandet, da der letzte Zug nach Kopenhagen längst weg war.

Dann drückt mir mal die Daumen für die Rückfahrt: Wind soll 9m/sec betragen und Molbo hat früher schon bei 10 m den Betrieb eingestellt...

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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon SoemarkenTom » 10.08.2019, 12:11

Ja, die Katamarane schaukeln auch bei den kleinsten Wellen schon, weil Molbo einen Stabilisator in der Mitte des Schiffes einfach wieder entfernt hat. Dazu gibt es mittlerweile verschiedene Berichte. Das gab es bei Færgen nicht, da die diesen Stabilisator hatten.
http://tidende.dk/?Id=90303

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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon michaelm » 12.08.2019, 19:59

Und nun mal etwas Positives:
http://www.tv2bornholm.dk/?newsID=226752

Ab heute kann man Anhänger und Wohnwagen auf der Route Ystad-Rønne gratis mitnehmen, an den Tagen Mo-Do. Nach den Herbstferien soll das auch am Wochenende (Fr/Sbd/So) gelten.

Nach den Herbstferien soll diese Regelung auch auf der Sassnitz Route gelten.
http://www.tv2bornholm.dk/?newsID=226768

michaelm
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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon michaelm » 17.08.2019, 20:05

IMG_4200kl.jpg
Blick ins Passagierdeck der Express 1, die Leere täuscht, wir gehörten (Hinfahrt) zu den Ersten auf dem Dampfer.
Die Sitze waren genauso wie sie aussehen, steinhart, unbequem und billig.

Seit meiner Rückfahrt am letzten Wochenende auf der Ystad Route, weiß ich warum die Bornholmer auf die "Skrotbunker" von Molbo schimpfen.

Die Kisten hatten am Sonntag den ganzen Tag 30 min Verspätung, was leicht zu erklären ist.
Die Route war ausgebucht, viele Autos ==> Be/entladen dauert länger. Besonders, wenn man wie die Molbofähren nur eine Heckklappe (keine Bugklappe !) hat und vor dem Anlegen wenden muß - dauert!
Und die Hälfte der PKWs (auf dem unteren Deck) durchs ganze Schiff und einmal wenden müssen, insbesondere mit Hänger, für Busse und LKW´s - dauert!

Der Parkplatz am Fahrstuhl klappte wieder tadellos, allerdings liegt der kurz vor der Heckklappe und wurde - währen der Fahrt - bauartbedingt von der Heckwelle der Express gut eingenässt.
Hat uns nicht gestört, aber - darauf komme ich noch.

Der Käptn wollte uns zwar erzählen, die Verspätung läge am "blæsevejr", das war auch das einzige, was man von seiner Ansage verstanden hat, die Akustik war miserabel. Sturmwetter ? Ja, für Molbos Schrottbunker, die schon bei 8m/sec wild schaukeln, bei einem Wetter also, wo man bei Færgen fast nichts gemerkt hat.
Die Schaukelei war so unangenehm, dass ich mir den Gang aufs Klo sparen muß, das macht mein MS-geschädigter Gleichgewichtssinn nicht mehr mit.
An Kaffeeholen war auch nicht zu denken, nach den Erfahrungen der Hinreise (lange Schlangen) hatten wir uns ohnehin lieber beim Bäcker am Kreisverkehr in Rønne eingedeckt und Getränke mitgenommen.

Die Akustik war auch deswegen so schlecht, weil es auf dem Deck einfach krachlaut war, was ua. an dem Billig-Plastik liegt, mit dem die Innenausbauten des Schrottbunkers gestaltet sind.
Der Kinderbereich hatte keinerlei Abgrenzung zu den übrigen Sesseln und einige der Eltern hatten ihren Sprößlingen extreme Lärmteile als Spielzeug mitgebracht.

Hinzu kam reichlich Hundegekläff, fing einer an, setzten die anderen ein. Der separate Hundebereich wurde wieder komplett ignoriert, wir waren geradezu von Hunden eingekreist. Einer hockte so dicht hinter uns, dass ich dachte, der leckt jeden Moment meiner Frau die Ohren.
Herrchen hatte seinen Liebling nämlich auf den Klapptisch vor sich gesetzt, lecker....
Die Molbo Mitarbeiter kümmerte das überhaupt nicht, einer stand 10 min direkt vor dem leeren Hundeareal und unterhielt sich mit Bekannten.
Und das, obwohl es schon Leserbriefe in der Tildende gab, wo Passagiere sich über diese Zustände beschwerten.
Wir hatten - nach den herrlich ruhigen Wochen im Ferienhaus in Sømarken - auf der Fähre das Gefühl, einen Lärmteppich auf den Ohren zu haben und schüttelten uns geradezu bei der Ausfahrt.

Vorher kam aber noch das "Beste": Der Fahrstuhl auf der Express 1 ist klein, 4-6 Personen, bzw. ein Rollstuhlfahrer + 3 Personen das wars (der bei TT Line ist allerdings auch nicht so viel grösser).
Nur: Wenn 3-4 Leute vor dem Fahrstuhl warten, ist der Durchgang zur Treppe zum Wagendeck versperrt. Man sieht dann nicht einmal wo die Treppe ist, Hinweisschilder sind mehr als spärlich.
Als wir 2-3 Minuten umsonst auf den Fahrstuhl gewartet hatten (ätzend für Gehbehinderte) entschieden wir uns zu gehen, Treppe runter ist schließlich leichter als rauf.
Hinter mir war ein (noch) älterer Herr, der - mit Krücken - vor Anstrengung zitternd sich kaum bewegen konnte. Ich hab ihm meinen Platz am Mülleimer frei gemacht, das einzige (!), woran man sich beim Warten auf den Fahrstuhl festhalten konnte. Es gab keinen einzigen Handlauf, unglaublich!
Die Treppe vom Passagier- zum Wagendeck - wiederum ist seitlich am Schiff und zum Meer hin offen. Das sorgte (durch die Heckwelle des Katamarans) für klatschnasse Stufen (Metall), schön rutschig, genauso wie das Geländer, im Grunde lebensgefährlich.
Einen Absatz lang gab es nur einen Geländerlauf auf einer Seite, für Behinderte unmöglich.
Dieser Treppengang war wirklich mühsam und auch gefährlich.

Unten endlich angekommen, wunderten wir uns, minutenlang kam kein Fahrstuhl.
Nach längerer Zeit schließlich kam ein Pulk Fußgänger die Treppe herunter, darunter der schwerst gehbehinderte Däne, mir ist ein Rätsel, wie der da runtergekommen ist.
Aber der Fahrstuhl war kaputt und wurde offenbar nicht repariert, jdfs. nicht so lange, wie wir an Deck waren.
Und der arme alte Mann, was der ausgestanden haben muß, während der megastrengen Wartezeit auf den Fahrstuhl und während des Balanecakts über die nassen und rutschigen Treppen ?

Bei der Ausfahrt im Hafen von Ystad versagte die Organisation komplett: Weil es zu wenig Aufsichtspersonal gab und die, die da waren, nicht stringent arbeiteten, gab es ein Tohuwabohu. Viele fuhren einfach drauflos, obwohl ihre Schlange noch gar nicht dran war. Und ignorierten alle Signale der einsamen Molboianer einfach, ein Wunder, dass es nicht gekracht hat.

Wenn ich resümiere:
Verspätung, laut, unbequem (Sitze!), schlechte Akustik, Sitzen im Hundezwinger, Schaukeln trotz wenig Wind, schlechte Organisation am Buffet, lebensgefährliche Treppen, versagende Fahrstühle, Chaos beio der Ausfahrt - die armen Bornholmer sind von Fähren der oberen Mittelklasse (Leonora Christina, Villum Clausen) in der Plastikklasse angekommen.
Eine grausige Vorstellung, mit diesen Schrottbunkern mehrmals pro Woche fahren zu müssen.

Ob wir noch einmal die Ystad Route nehmen, werden wir sehr genau überlegen.
Zumal DAT gerade angekündigt hat, im nächsten Jahr von Deutschland aus Bornholm direkt anzufliegen, entweder von Hamburg oder von Berlin:
http://tidende.dk/?Id=96491&utm_source= ... romrssfeed
IMG_4204kl.jpg
Ein anderer Blick ins Passagierdeck der Express1 , rechts Mitte der Eingang für Fußgänger.

Die Toiletten muß ich jedoch loben, blitzsauber und ohne Zusatzschilder (wie bei Færgen notwendig) zu benutzen.
Bilder von Rutschtreppe und Kaputt-Fahrstuhl habe ich nicht, ich war mit dem Weg und Festhalten vollauf beschäftigt.

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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon michaelm » 21.08.2019, 17:46

In einem längeren Artikel schrieb die Tidende heute, warum die technische Untersuchung der 3 Katamarane von Molbo bis heute nicht abgeschlossen ist, sie sollte bis zum 31.3.19 fertig sein.
Ausgelöst wurde dies durch eine Recherche der Tidende, die Ende 2018 nach gewiesen hatte, dass Molbo einen ursprünglich integrierten Stabilisator ("T-Foil") aus den Fähren ausgebaut, dies in der Ausschreibung um den Fährvertrag nach Bornholm aber unterschlagen hatte.
Dies scheint wesentlich für die häufig ausgefallenen Fähren von Molbo (doppelt so viel wie bei Færgen) und die Beschwerden über unruhige und seekrank machende Fahrt mit den Molbo Katamaranen zu sein.
Die Verzögerung lag auch an der Folketingswahl und dem Wechsel des Transportministers. Wesentlich aber auch daran, dass InCat, die australische Werft und Erbauer der Fähren, sich weigert, dem dänischen Untersuchungsausschuss Unterlagen zur Verfügung zu stellen.
Dadurch musste die mit der Untersuchung beauftragte Ingeniørfirma Force Technology, sich diese Informationen zeitraubend auf diversen Fahrten mit den Fähren beschaffen.

Vor einem turnusmäßigen Treffen zwischen Transportminister und Molbo am 3.9. wollte niemand der Tidende etwas zum Stand der Untersuchung mitteilen.
Woraufhin die Tidende leicht resignierend schloss, dass sich die Bornholmer auch im Herbst auf mangelnden Reisekomfort und weiter häufig ausfallende Fähren einrichten müssen.

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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon michaelm » 28.08.2019, 10:26

Heute kam die monatliche Kreditkartenrechnung und siehe - der flotte Änderungsservice unseres Fährtickets war nicht umsonst:149 dkk = 19,96 € wurden berechnet.
Das war ja genau einer der ärgerlichen Punkte beim Wechsel zu Mols: Billige Tickets aber teurer Service.
Nun finde ich knapp 20 € nicht schlimm, zumal die Gebühr nur einmal und für alle drei Änderungen insgesamt berechnet wurde. Einen Hinweis dazu gab es allerdings nicht. Und die ohnehin minimale Preisdifferenz zu Færgen schmolz damit weiter ab, naja, wieder was gelernt.

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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon michaelm » 06.09.2019, 17:01

T-Foil oder nicht, das ist hier die Frage !

Der technische Bericht über Molbos Schnellfähren ist nun endlich heraus. Er empfiehlt eindeutig den Einbau von T-Foil genannten Stabilisatoren, die Molbo bei Übernahme der Fähren wg. Spritersparnis ausgebaut hatte. Das hatte die Tidende Ende letzten Jahres mit gründlicher Recherche herausgefunden; Molbo hatte die Recherche nach Möglichkeit behindert. In der Ausschreibung hatten sie gelogen und so getan, als wären die Stabilitsatoren noch vorhanden.

Die Bornholmer Medien berichten umfassend:
http://www.tv2bornholm.dk/?newsID=227219
http://www.tv2bornholm.dk/default.aspx?newsID=227214
http://www.tv2bornholm.dk/?newsID=227213

Bornholms Bürgermeisterin hoffte nun, dass die Insulaner bereits im Herbst mit der verbesserten Fähre fahren können. Daraus wird aber nichts, wie die Reaktion vom Molbo zeigte:
http://www.tv2bornholm.dk/?newsID=227240
http://www.tv2bornholm.dk/?newsID=227261

Die Hoffnung kann sie nun getrost auf den Winter verschieben. Es sei denn das Treffen des Trafikkontaktrådet ergibt etwas Neues. Hier einmal eine Liste, wer diesem Gremium angehört:
http://www.tv2bornholm.dk/?newsID=227257

Nicht ganz unwichtig, denn es war dieses Gremium, was sich seinerzeit für Molbo entschieden hatten.
Die sagen nun, dass sie sich den Bericht gründlich anschauen wollen, zuerst müsse man ihn übersetzen. Er ist auf Dänisch und nur 12 Seiten lang:
http://www.tv2bornholm.dk/media/124251/ ... public.pdf
Die Experten müßten den Bericht aber auf Englisch haben meint Molbo, womit sicher die australische Incat Werft gemeint ist.

Da die australische Werft die Herausgabe von Unterlagen für die Untersuchung aber verweigerte (wohl auf Anraten von Molbo), mußte die Firma, die den Bericht fertigte (Force Technology) einiges durch Tests und Berechnungen herausfinden.
Das Fazit des Berichts: Bei der Express 1 kann das Risiko seekrank zu werden, mit einem T-Foil um 20% verringert werden. Bei der kleineren Max Mols sogar um 25-30%

Trotzdem weigert sich Molbo, eine klare Zusage für den T-Foil zu geben:
http://tidende.dk/?Id=96933

Laut Insidern hat Molbo auch noch versucht, die Untersuchung zu behindern. Die wollten - mangels Unterlagen der Werft - auf den Fähren Messungen vornehmen, z.B. über die Schiffsbewegungen. Molbo verweigerte der Untersuchungsfirma das Anbringen von Meßinstrumenten an bestimmten Stellen. Bereits angebrachten Instrumenten wurde von Molbo der Strom abgedreht.
Am Ende gab es 6 wichtige Punkte zu der Molbo und Force Technology sich nicht einigen konnten und die daher im Bericht fehlen.
Molbo weigert sich nun, eine feste Zusage zum Einbau der T-Foils zu geben.
Die Tidende nannte das einen Skandal.
http://tidende.dk/?Id=96948
http://tidende.dk/?Id=96950
(Diese beiden Artikel sind leider hinter einer Bezahlschranke).

Man darf wirklich gespannt sein, wie lange Molbo den Bornholmern mit ihren "Skrotbunker" noch auf der Nase herumtanzen wollen!

PS: Kürzlich stieß ich auf ein Bild der damaligen Schnellfähre "Villum Clausen" von Færgen.
Da sah ich, warum die Express 1 den hintersten Teil des unteren Autodecks während der Fahrt förmlich badet: Die Heckklappe der Express 1 ist nur halb so hoch, wie der VC! Da schwappt die Heckwelle mühelos herüber. So ist das, wenn man billig bestellt - man bekommt auch billig!

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Re: Neues von "Molbo Line"

Beitragvon michaelm » 09.09.2019, 19:36

Noch ein Wort zu den angeblich fehlenden Schiffszeichnungen/Unterlagen: Ein Leser weist in der Tidende zu Recht daraufhin, dass dies ein Skandal ist. Denn selbstverständlich muß jede in DK zugelassene Fähre ausführliche Unterlagen bei Søfartsstyrelsen hinterlegen. Und er fragt weiter: Wer lügt nun eigentlich bei der Behauptung, die Zeichnungen hätten nicht vorgelegen? Molbo oder die untersuchende Firma, oder Søfartsstyrelsen ?

Molbo macht ansonsten mit dem nächsten Ausfall der "Schönwetterfähre" Express 1 weiter, sie wird morgen abend bei Windstärken 5-6 (eher lächerlich) durch die PA abgelöst. Statt Abfahrten um 16:30 und 20:30 mit Express 1, gibt es nur eine mit der PA um 19:00.
Die Ystad Abfahrten um 18:30 und 22:30 werden auf 22:30 mit der PA zusammengelegt. Ankunft der letzten Fähre von Ystad ist dann statt 23:50 erst um 1:00 morgens.

Weitere Fährausfälle sind nicht ausgeschlossen, nach DMI ziemlich wahrscheinlich, denn danach liegen die Windstärken nach Beruhigung am Mittwoch wieder höher, ab Sonntag für mehrere Tage signifikant höher als morgen. Auch der Mittwoch ist nicht gesichert, der Wind pflegt sich nicht immer an die Vorhersagen zu halten. Und die "schwimmenden Mülltonnen" von Molbo sind ja bestenfalls als Flussflösse geeignet.

Die Sassnitzfähre, als konventionelle Fähre, ist davon nicht betroffen, auch wenn der Wind am kommenden Sonntag Windstärke 7 erreichen soll. Wer dann via Saßnitz fährt, kann gut testen, wie "seefest" er ist.

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