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Museen

Hjorths Fabrik

Lebendes Keramikmuseum in Rønne seit 1859

Hjorths Fabrik in Rønne ist Keramikmuseum und echte Werkstatt zugleich – seit 1859. Töpfer arbeiten an Drehscheibe und Öfen, der Werkstattladen verkauft die aktuelle Produktion.

Von bornholm.de Redaktion · Reiseredaktion

Inhalt

In der Krystalgade in Rønne riecht es nach Ton und Brennofen: Hjorths Fabrik ist kein nachgebautes Museumsdorf, sondern eine echte Keramikfabrik von 1859, in der bis heute gearbeitet wird. Lauritz Adolph Hjorth gründete sie als Terrakottafabrik, vier Generationen der Familie führten sie weiter – zuletzt die Schwestern Ulla und Marie Hjorth, bis die Produktion 1993 endete. Seit 1995 betreibt das Bornholms Museum das Haus als lebendes Keramikmuseum.

Museum und Werkstatt zugleich

Das Konzept ist einfach und stark: Im Museumsteil führen die originalen Fabrikräume mit historischen Brennöfen durch 130 Jahre Keramikgeschichte, dazu kommt die bornholmische Keramiksammlung zurück bis ins 18. Jahrhundert und Kunstkeramik aus vier Hjorth-Generationen. Nebenan arbeiten Keramiker an Drehscheibe und Öfen – Besucher schauen ihnen über die Schulter, in der Hochsaison gibt es täglich Vorführungen. Wer selbst Hand anlegen will, bucht einen Ton-Workshop; auch für Kinder.

Bornholms Keramik-Erbe

Hjorths Fabrik ist der greifbarste Ort, um zu verstehen, warum Bornholm als World Craft Region gilt: Die Insel hat eine ununterbrochene Keramik-Tradition, und was hier gedreht und gebrannt wird, landet direkt im Werkstattladen – vom klassischen braunen Steinzeug bis zu aktuellen Serien. Der Laden ist ohne Eintritt zugänglich. Einen Überblick über Töpfereien, Glasbläsereien und Werkstätten der ganzen Insel gibt der Bereich Kunsthandwerk, zur Glasszene der Guide Glaskunst.

Anreise und Praktisches

  • Krystalgade 5, mitten in der Rønner Altstadt – vom Fährhafen rund 10 Minuten zu Fuß, Parken auf den Innenstadt-Parkplätzen.
  • Die Werkstatt schließt um 16 Uhr, eine Stunde vor Laden und Ausstellung. Wer die Töpfer sehen will, kommt nicht zu spät.
  • Sonntags ist ganzjährig geschlossen – anders als bei vielen Bornholm-Attraktionen.

Lohnt sich der Besuch?

Für alle, die sich für Handwerk interessieren, gehört Hjorths Fabrik zu den lohnendsten Stunden in Rønne – gerade in Kombination mit dem Bornholms Museum fünf Gehminuten weiter: Im Winter deckt eine gemeinsame Karte beide Häuser ab, im Sommer lohnt das Fællesbillet.

Häufige Fragen

Kann man den Töpfern wirklich bei der Arbeit zusehen?+

Ja, die Werkstatt produziert echt – kein Schau-Theater. Werktags vormittags ist am meisten Betrieb; die Fabrik schließt um 16 Uhr, eine Stunde vor Laden und Ausstellung.

Was kostet der Eintritt?+

100 DKK, unter 18 Jahren frei. Im Winter deckt eine 100-DKK-Karte Hjorths Fabrik und das Bornholms Museum zusammen ab, das Fællesbillet (175 DKK) gilt eine Woche für alle vier Museen. Der Laden ist gratis zugänglich. Stand 2026, vor dem Besuch prüfen.

Lohnt es sich mit Kindern?+

Ja – freier Eintritt unter 18, Töpfern zum Zuschauen aus nächster Nähe und buchbare Ton-Workshops, bei denen Kinder selbst an den Ton dürfen.

Kann ich Hjorth-Keramik kaufen?+

Ja, der Werkstattladen verkauft die aktuelle Produktion – vom klassischen braunen Steinzeug bis zu neuen Serien. Historische Hjorth-Klassiker sind begehrte Sammlerstücke.

Wie komme ich hin?+

Die Krystalgade 5 liegt mitten in der Rønner Altstadt, wenige Gehminuten vom Store Torv und vom Bornholms Museum, vom Fährhafen etwa 10 Minuten zu Fuß. Parken auf den Innenstadt-Parkplätzen.