Hafen und Geschichte
Nexø liegt an der Ostküste Bornholms und ist nach Rønne die zweitgrößte Stadt der Insel. Schon im Mittelalter war Nexø eine Fischersiedlung und ein Handelsplatz; die Stadtrechte erhielt der Ort im Jahr 1346. Bis heute ist Nexø vom Hafen geprägt, der die größte Fischereiflotte Bornholms beherbergt – die maritime Tradition ist hier überall spürbar.
Die Geschichte der Stadt war wechselhaft: Stadtbrände – unter anderem 1756 – und zuletzt die sowjetischen Bombardierungen vom 7. und 8. Mai 1945 zerstörten große Teile von Nexø. Als Wiederaufbauhilfe schenkte Schweden den Bornholmern damals rund 300 Holzhäuser, von denen etwa 75 in Nexø entstanden. Diese pastellfarbenen „Svenskehuse” stehen bis heute.
Martin Andersen Nexø
Bekannt ist die Stadt weit über Bornholm hinaus durch den Schriftsteller Martin Andersen Nexø (1869–1954), der einen Teil seiner Kindheit hier verbrachte und den Namen der Stadt als Künstlernamen annahm. Sein bekanntestes Werk ist der autobiografisch geprägte Roman „Pelle der Eroberer”, der 1987 verfilmt wurde. In seinem ehemaligen Wohnhaus erinnert heute das Martin Andersen Nexø Museum an sein Leben und Werk.
Museen und Stadtbild
Im alten Rathaus von 1796 ist das Nexø Museum untergebracht. Es erzählt die Geschichte der Stadt und ihre enge Verbindung zur Fischerei. Ein Begriff aus der Geologie trägt den Namen des Ortes: Der rötliche Nexø-Sandstein ist nach der Stadt benannt und wurde in der Region als Baustein verwendet.
Ausgangspunkt für den Süden
Von Nexø aus erreichst du den Süden der Insel mit seinen großen Sandstränden in kurzer Zeit. Gleich südlich liegt der kinderfreundliche Balka Strand, etwas weiter folgt das Fischerdorf Snogebæk, und an der Südspitze warten die weiten Dünenstrände von Dueodde.